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	<title>latexgeschichten &#8211; Latex Geschichten</title>
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	<description>Latexgeschichten nach deinem Geschmack. Tauche in die Welt des Latex ein und lass dich von unseren Geschichten inspirieren.</description>
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		<title>Der große Ballon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tom Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Dec 2013 08:55:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bondage]]></category>
		<category><![CDATA[Latex]]></category>
		<category><![CDATA[latex catsuit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die einen verführen und lassen sitzen; die anderen heiraten und lassen liegen. Diese sind die Gewissenloseren. (Karl Kraus 1908) Seit Wochen mailten sich Claudia und Cayen einen Plan hin und her. Claudia hatte eine Idee und fand sie selbst größenwahnsinnig. Cayen meinte, genau deshalb sollte man sie in die Tat umsetzen. Für ihre Idee bildete &#8230; <a href="https://geschichten.latexcrazy.com/der-grosse-ballon/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Der große Ballon</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong><i>Die einen verführen und lassen sitzen; die anderen heiraten und lassen liegen. Diese sind die Gewissenloseren. (Karl Kraus 1908)</i></strong></h2>
<p>Seit Wochen mailten sich Claudia und Cayen einen Plan hin und her. Claudia hatte eine Idee und fand sie selbst größenwahnsinnig. Cayen meinte, genau deshalb sollte man sie in die Tat umsetzen. Für ihre Idee bildete sich Claudia in allen möglichen technischen Sportarten weiter und verwendete etwas Geld von Sven. Dafür bekam Sven mitgeteilt, dass Claudia Bungee springen wollte und Cayen wusste so ungefähr, was Sven blühte. Aber nur Claudia hatte einen ganzen Plan und von dem ahnten die beiden Anderen einen verschwindend geringen Teil.<span id="more-29"></span></p>
<p>Claudia wollte gern einmal Ballon fliegen und Sven ein bisschen aus dem Ballon hängen lassen. Sven hatte Höhenangst. Soviel wusste Cayen. Da man in Deutschland nicht ohne viel Papier so einfach Ballon fahren darf, mussten Claudia und Sven in die Türkei fliegen. Sein grünes Gesicht allein war den Preis der Reise wert. Das Hotel war schön. Sven maulte etwas, weil Claudia nur mit Minimalgepäck geflogen war und ihm gesagt hatte, dass sie in einem islamischen Land nicht wage, in Latex wie einem Latex Catsuit aufzutreten.</p>
<p>Das schwerste Stück Organisation war die Beschaffung eines Ballons mit einer Bodenmannschaft gewesen, die keine Fragen stellte. Dafür musste Cayen ihre exzellenten Beziehungen ausnutzen und Sven durfte dreitausend Dollar in Bar bezahlen, aber genau wie Cayen keinerlei Fragen stellen.</p>
<p>Am Tag nach der Ankunft, nach dem Frühstück und ersten Bad im Pool nahm Claudia ihren Sven beiseite und flüsterte ihm ganz leise ins Ohr. „Lust auf Spielchen?“ „Ich dachte, du hast nichts mit und willst drei Tage Badeferien machen?“ „Du sollst Dir nicht meinen Kopf zerbrechen! Auf dem Bett liegt dein Latex Catsuit. Zieh ihn an, leg dich hin und warte!“ Fünf Minuten später kam Claudia, zu Svens Erstaunen ordentlich mit kurzer Hose und Top angezogen und band ihn breit aufs Bett. Einige sehr dünne Schnüre um Daumen, Kleinfinger, kleine Zehen, zwei Klammern an seinen Ohren und seine Neugier würden ihn hier sicher den Vormittag festhalten. Claudia sagte noch: Das Spiel heißt: Was macht die Zimmerfrau, wenn sie dich hier sieht? Ich gehe einkaufen.“ Und weg war sie.</p>
<p>Als erstes fuhr sie zum Flughafen, Cayen einsammeln. Sie begrüßte ihre Freundin überschwänglich mit Zungenkuss und erzählte ihr, mit welcher Sorge vor einer Entdeckung Sven gerade im Hotel lag. Dann bat sie Cayen in die Flughafendusche, zog einen schwarzen Latex Catsuit an und forderte Cayen auf, auch einen Latex Catsuit anzuziehen. „Wie willst du unverhaftet über den Flughafen kommen?“ wollte die wissen. „Mein Problem. Ich muss nur schnell sein. Und wenn du dich traust, nehme ich dich als Gepäck.“ Cayen hielt bereitwillig ihre Hände vor, bekam Handschellen, Fußfesseln und einen Knebel und wurde dann in Hockstellung mit schwarzer Folie so eingepackt, dass die Arme und Beine eng vor dem Körper festgewickelt waren. Mehrere Frauen im Duschtrakt sahen fassungslos zu. Freundlich lächelnd bat Claudia die Damen, ihr beim Einpacken ihres Gepäckes zu helfen. Mit vereinten Kräften wurde Cayen in eine große Reisetasche gepackt und von den helfenden Frauen dabei ausgiebig betastet. Sie schienen das Latex des Latex Catsuits sehr interessant zu finden und strichen immer wieder verstohlen über Cayens glänzenden Kopf, der von der Latexmaske umgeben war. Claudia bedauerte, dass sie die Sprache nicht kannte und so ihre Kommentare nicht verstand.</p>
<p>Sie hievte die Tasche mit Cayen auf einen Kofferkuli und fuhr freundlich lächelnd mit ihrer Last durch den Flughafen. Jemand half ihr, die Tasche ins Auto zu heben. Claudia fuhr ins Hafenviertel und parkte neben einem Kleinlaster mit der Aufschrift „Airtours“. Zwei junge Männer stiegen aus und stellten sich vor. Claudia registrierte erfreut, dass sie keine Bemerkungen über ihr Latex Outfit machten. „Sollte Cayen nicht auch kommen?“ fragte einer. „Sie ist sogar schon da. Ihr könnt sie aus meinem Auto ausladen und auf den Laster tun. Und bitte redet nicht in ihrer Hörweite!“ Lachend holten die Männer Cayen und stellten sie auf der Ladefläche ab.</p>
<p>Die Herren waren gut dressiert, sie meldeten die Ausführung der Arbeit sofort ab: „Das ist natürlich auch eine Art zu reisen.“ Claudia kletterte auf die Ladefläche und hob Cayen alleine in eine dort stehende Kiste. Die Kiste war innen gepolstert und nicht ganz leer. „Sie nahm Cayen den Knebel ab und streichelte ihre Rücken, bis sie schnurrte. Dann öffnete sie ihr den Schrittreißverschluss und cremte einen doppelten Dildo mit Gleitgel ein. Unter langsamem Kreisen platzierte sie ihn in Cayen und freute sich, dass das bei niemand so leicht ging wie bei Cayen. Dann fragte sie, wie stark sie die Vibratoren einstellen sollte. „Es dauert wohl noch etwas. Dann vorn leicht, hinten auslassen. Und gib mir die Steuerung einfach in die Hände.“ Claudia spottete zurück: „Wir sind doch hier nicht bei Wünsch Dir Was! Mach den Kopf hoch. Cayen bekam eine Gasmaske ohne Filter aufgesetzt, die ihr nicht die Luft nehmen sollte, sondern vor allem zwei Kopfhörer an ihrem Platz halten. Dann legte sie in einen Discman „Carmina Burana“, schloss die Ohrhörer an und klappte die Kiste zu. Cayen war unbequem fixiert und würde ihre weiteren Pläne nicht stören.</p>
<p>„Bitte fahrt zum vereinbarten Treffpunkt und baut schon auf!“ befahl Claudia und fuhr selbst ins Hotel. Hier lag Sven genau so da, wie sie ihn angebunden hatte. Die Sonne schien jetzt genau aufs Bett, so dass er sich unruhig bewegte, soweit ihm das möglich war. Claudia half ihm beim ausziehen des Latex Catsuit, baute ihm eine Spreizstange mit Schlössern zwischen seine Knöchel und schickte ihn so duschen. Danach zog er den Latex Catsuit wieder an. Dann schloss sie ihm die Hände mit Handschellen auf dem Rücken zusammen, baute die Spreizstange ab und ging mit ihm durch die Hotelhalle zum Auto. Sie hielt sich dicht hinter Sven, so dass man die Handschellen nicht sah. Ein kleines Kind fragte „Gehen Sie surfen?“ „Ja!“, sagte Claudia und lächelte, „wir surfen auf unserem Adrenalinspiegel.</p>
<p>Als Claudia in ihr Auto kam, kochte darin schon die Luft. Trotzdem bekam Sven nach einigen Kilometern Fahrt eine Latexmaske mit Kopfhörern auf, damit er sich „in meditativer Musik und Dunkelheit“ sammeln konnte, wie Claudia ihm erklärte. Dann steckte sie ihm eine kleine Tablette in den Mund und erklärte: „Dormicum, dann kannst du unterwegs schlafen!“ Befehlsgemäß nickte Sven ein, obwohl er wirklich kein Schlafmittel bekommen hatte.</p>
<p>Nach wenigen Kilometern sah Claudia den Kleinlaster in einem kleinen unbewachsenen Tal stehen. Eine Ballongondel und vier große rote Gasflaschen waren abgeladen und wurden gerade mit zwei Brennern zusammengeschraubt. Claudia sorgte dafür, dass der gefesselte Sven und die Kiste mit Cayen in den Schatten kamen, dann fasste sie beim Auspacken der Ballonhülle mit an. „Hast du schon einmal einen Heißluftballon gefahren?“ fragte einer der Männer. „Ja, ich bin zweimal mitgefahren, habe zweimal mit aufgebaut und sogar einen Flugwetterbericht.“ „Na dann weißt du ja mehr als wir.“</p>
<p>Das Füllen des Ballons mit Heißluft erledigte Claudia selbstverständlich selbst. Sie fand die fauchenden Flammen, deren Hitze selbst die Sonnenglut noch einmal steigerte, faszinierend. Und das beim Aufbauen eine Fehlbedienung den ganzen Ballon in eine Flammenkugel verwandeln konnte, hatte schon etwas. Nach fünf Minuten stand der Ballon. Zuerst wurde die Kiste mit Cayen hineingestellt, dann holte Claudia ein breites Brett und stellte es in die Gondel. Sie befreite Sven von seinen Fesseln, holte ihn und ließ ihn mit verbundenen Augen in die Gondel heben. Hier führte sie ihn rückwärts an das Brett und stellte ihn dort gerade hin. In die linke Hand bekam er ein kleines noch zusammengeklapptes Taschenmesser. Dann wickelte ihn mit einer Plastikfolie von den Füßen beginnend an das Brett. Sie fragte sich, was Sven sich wohl denken würde nach zwei Stunden mit verbundenen Augen. Er war sehr ruhig und ließ alles über sich ergehen. Zumindest der Fakt, dass er gerade eingepackt wurde und die Wärme der Sonne auf dem Latex Catsuit mussten für ihn fühlbar sein.</p>
<p>Claudia nahm Sven die Kopfhörer ab. Es war ganz still, man fühlte einen leichten Wind mehr als man ihn hörte. Dann zog Claudia Sven die Maske vom Gesicht, umarmte ihn und gab ihm einen langen Kuß auf den Mund. Er blinzelte im hellen Licht und war desorientiert. Claudia hatte ihn so hingedreht, dass in seinem Gesichtsfeld kein Hinweis auf andere Leute war. Er hatte einen schönen Ausblick auf die offene Landschaft, den Ballonkorb konnte er nur mit einigem Schielen und viel Kombinationsgabe erkennen. „Überraschung“ rief Claudia und löste ein weiteres Mal die Brenner aus. Sven zuckte wegen des Lärms zusammen und wurde von Claudia gestreichelt. Wabernde Hitze legte sich über die Ballongondel und verwandelte die noch lockeren Folien um Sven erst in schlaffe lose Folien, bevor das vorgereckte Material sich straffzog. Sven bemerkte seine zunehmende Bewegungseinschränkung. Er wurde panisch, als er sah, wie der Ballon sich hob und die Landschaft langsam kleiner wurde.</p>
<p>Claudia genoss die Szene. Sie war jetzt sicher über der hügeligen Landschaft, in der Ferne ahnte man das Meer. Der Ausblick war überwältigend. Der Schatten des Ballons fiel auf den Korb, so dass die Hitze erträglich war. Neben ihr stand Sven wortlos und bleich seine Höhenangst aus. Jedesmal, wenn sie die Brenner betätigte, wurde Svens Plastikhülle weich, er arbeitete schon an der Befreiung seiner rechten Hand. Da Claudia dieses Problem geahnt hatte, konnte sie aus ihrem Vorrat eine silberne Wärmedecke hervorzaubern, die normalerweise in jeden Sanikasten gehört und nun Sven vor der Wärme schützte. Sie wickelte Sven kurz ein und war dann zehn Minuten nur mit dem Genießen der Landschaft und mit dem Ballon beschäftigt. Sven schimpfte solange mit ihr: „Bist du denn total wahnsinnig! Wenn ich nicht an Höhenangst krepiere, ersticke ich vor Wärme oder breche mir alle Knochen, wenn du landest. Hast du jetzt einen Pilotenschein in einer Cornflakespackung gefunden?&#8230;“ Claudia wollte eigentlich ganz geilen Sex und wissen, ob sie damit Sven von seiner Höhenangst ablenken konnte. Also legte sie sein bestes Stück frei und massierte es vorsichtig. Ganz zaghaft kniff sie seinen Schaft und machte vor Svens Augen einige Mundbewegungen, die sehr nach oralem Verkehr aussahen. Sofort wurde Sven rosig und gab außer: „Dir sind ja alle Sicherungen durchgebrannt!“ keine Kommentare mehr von sich.“ Claudia hatte eine schöne Standpauke für ihren Freund: „Also pass auf! Ich habe in deinem Nachtschrank Viagra gefunden. Ich glaube nicht, dass du das nötig hast. Aber wenn du es unbedingt nehmen musst, dann sag mir vorher Bescheid. Denn wenn es zu lange geht, kannst du mich vor Freude auch wundreiben. Übrigens: Ich habe dir vorher eine Viagra aus deinem kleinen Vorrat gegeben. Mir ist heute danach.“ Sven antwortete: „So, wie du heute aussiehst, wäre das bestimmt auch so gegangen.“ „Aber vielleicht nicht so lange.“</p>
<p>Claudia nahm Sven mitsamt dem Brett und kippte ihn schräg durch die Gondel, so dass sie sich auf ihn setzen konnte. Sie betrachtete ihn und meinte: „Der braucht kein Französisch, sonst kommt er nur zu früh.“ Sie öffnete ihren Schrittreißverschluss weit und setzte sich dann genau auf ihn. Sven begann sofort, rhythmisch zu stoßen, aber das wollte sie jetzt noch nicht. Sitzend brachte sie das Kunststück fertig, sich mit der Folie noch selbst die Beine und den Po an Sven festzuwickeln. Sven protestierte, bekam aber sofort auch eine Folienlage übers Gesicht. Dann nahm Claudia eine Leine, die sie am Ventil der Gasbrenner befestigt hatte, und band sich das Ende um ihren großen Zeh.</p>
<p>Mittlerweile war Sven sehr luftknapp und bekam ein kleinfingergroßes Luftloch am Mund spendiert. Claudia hatte ihren Oberkörper komplett eingewickelt und an Sven festgewickelt, so dass sie aussahen, wie eine Doppelmumie aus schwarzer Folie. Sie nahm die störende Plastikhaut von Svens Gesicht, fädelte mühsam ihre Arme unter den Bauch und sagte dann zu Sven: „So, jetzt kannst du!“ Gleichzeitig löste sie mit ihrem Fuß die Brenner aus. Der Ballon stieg und die Hitze schmolz auch die Folien um sie herum zu einem engen schwarzen Kokon. Sven war heiß und er drückte wie nie zuvor. Um ihn zu noch größeren Leistungen anzuspornen, ließ sie ihren Beckenboden rhythmisch zusammenziehen. Diese Massage brachte Sven schnell zum Höhepunkt. Laut stöhnend trieb er seinerseits Claudia immer weiter in ihrer Erregung. Die Gefährlichkeit der Spielerei, die Enge und Wärme und Svens sehr langes Durchhaltevermögen sorgten dafür, dass Claudia den längsten Höhepunkt ihres Lebens hatte.</p>
<p>Das Einzige, was Claudia an der totalen Hingabe hinderte, war die Notwendigkeit, auf den Höhenmesser zu achten und regelmäßig die Brenner auszulösen, damit der Ballon nicht irgendwo aufknallte. Außerdem brachte die Vorstellung, einen Hitzekollaps zu bekommen, eher Angst als den letzten Kick. Also küsste Claudia Sven irgendwann so lange auf den Mund, bis er mit dem Rammeln aufhörte und fragte, was denn los sei. „Du musst das Messer nehmen, was ich dir in die Hand gedrückt habe und uns herausschneiden!“ sagte sie ihm. Er schaute sie traurig an. „Erstens bekomme ich es mit einer Hand nicht auf und zweitens habe ich es fallen gelassen.“ Diese Möglichkeit der Befreiung war verwehrt. Was blieb noch? Claudia versuchte, wenigstens einen Arm freizubekommen, aber sie hatte sich gut eingepackt und die vorgereckte Folie war um 15% zusammengeschrumpft. Dann zerriss sie alles, was sie mit der rechten Hand fassen konnte. Bald war Schluss mit dieser Übung, weil die Hand nun ins Leere griff. Der linke Arm war zwischen Claudias und Svens Körper eingeklemmt und konnte höchstens in seinen Schritt kneifen.</p>
<p>Sven war nach diesem wunderbaren Höhepunkt sofort wieder in Panik gefallen und keine Hilfe. Nach kurzer Überlegung entschloss sich Claudia zur einzigen Option, die sie noch hatte: Sie machte die Brenner an und hoffte, dass noch Teile der Folie nicht erwärmt waren und weich würden. Aber dazu musste sie sehr viel heiße Luft produzieren. Es wurde immer wärmer, kaum zu ertragen, aber sie konnte den rechten Arm ein Stück manövrieren, der Schweiß floss in Strömen unter dem Latex Catsuit. Schon bald hatte sie den Ellbogen frei, die Hand klemmte noch und die Folie spannte immer mehr. Eine zweite, noch unerträglichere Hitzewelle, dann konnte Claudia sich befreien. Sie schnitt Sven frei, gab ihm zu trinken und goß ihm einen Liter Wasser in den Schritt und weitere fünf Liter oben in den Latex Catsuit. Dann ruhten beide aus und genossen, dass man jetzt nicht mehr Berge, sondern Küste und Meer sah. Claudia dachte dabei an Cayen, von deren Anwesenheit Sven nichts ahnte und die endlich aus der Kiste musste.</p>
<p>Sven hatte andere Gedanken. Er litt wohl noch sehr an der Wirkung und von Viagra, denn er begann, Claudia wieder zu stimulieren. Erst rieb er ihr langsam den Rücken, dann streichelte er sich vorsichtig durch die Achselhöhlen und berührte jedes Mal zufällig ihre prall geschwollenen Brüste. Und da er keine Gegenwehr fand, legte er Claudia einfach auf das Brett und drang wieder in sie ein. Claudia gefiel es, zur Abwechslung mal nicht nach fünf heißen Minuten Svens Höhepunkt und dann das Verschwinden seiner Männlichkeit zu spüren, aber nach zwanzig Minuten hatte sie genug. Sie drängte Sven aus sich heraus und fragte ihn nach der ersten Abregung, ob er in ausreichend gesichertem Zustand auch außen an der Gondel klettern würde. Sie versprach ihm, dass dieser Adrenalinschock der höchste wäre, den er je im Leben bekommen könnte. Sven war leicht zu überzeugen, weil Claudia ihn an seine ihm peinliche Höhenangst erinnerte.</p>
<p>Claudia nahm ein Seil und schlang es ihm um die Hüften und den Brustkorb. Mit einem weiteren Seil ging sie über seine Schultern und durch seinen Schritt und verknotete alle Kreuzungsstellen so, dass Sven in keinem Fall herausrutschen konnte. Dann befestigte sie ein weiteres Seil an den Knoten auf dem Rücken und verankerte es oben am Korb neben den Brennern. Nun forderte sie Sven auf, aus dem Korb zu klettern, sich in die Seile zu hängen und mit den Füßen am Korb abzustoßen. Er stand auch wirklich mit dem Gesicht nach unten senkrecht vom Korb ab und betrachtete das Meer tief unter ihnen. Claudia zeigte sich mit seiner Mutprobe sehr zufrieden und fragte, ob er es länger so aushalten könne. „Ja!“ war die erhoffte Antwort. „Das musst du wohl auch!“ sagte Claudia und begann, Sven die auf der Brüstung stehenden Knöchel erst mit Stoff zur leichten Polsterung und dann mit zwei breiten, weichen und sehr fest aussehenden Fußfesseln zu fixieren. An die Fesseln kam allerdings keine kurze Kette, die Sven auf der Brüstung halten würde, sondern ein langes, von Claudia verstecktes Bungeeseil.</p>
<p>„Flieg, mein Vogel!“ sagte sie, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Als er sich umdrehte, sah er noch, wie Claudia das Seil an seinem Rücken durchschnitt. Mit einem langen Schrei verschwand er in der Tiefe. Schlagartig fiel Claudia die interessante Frage ein, ob sie das andere Ende des Gummiseils befestigt hatte. Sie sah, wie es straff wurde und wie sinnlos der Gedanke war. Sven pendelte noch eine Weile auf und ab, dann konnte man sein Geschrei aus der Tiefe hören. Es klang eher nach „geil“ als wütend.</p>
<p>Man hatte Claudia mehrfach gewarnt, dass nie zwei Bungeespringer nebeneinander springen sollten. Genau diese mehrfache Warnung gab den letzten Ausschlag zur nächsten Regelübertretung. Claudia band ihre eigenen Sprunggelenke an einem Bungeeseil fest und öffnete Cayens Kiste. Sie zog ihr die Latexmaske vom Kopf, öffnete ihre Handfessel und sah noch einmal nach, ob ihre „Gebrauchsanweisung“ gut lesbar dalag. Dann drückte sie der im hellen Licht trägen Cayen einen Kuss auf den verschwitzten Nacken, sagte „Tschüs“ und sprang selbst aus dem Ballon.</p>
<p>Das Hochgefühl während des Sprunges war unbeschreiblich. Claudia hatte ein starkes Kribbeln im Magen und fühlte sich schwerelos. Der Wind pfiff ihr um die Ohren. Man merkte trotz der Höhe, wie der Boden näher kam. Zuerst verspürte sie ein leichtes Ziehen in den Füßen, dann stieg ihr das Blut in den Kopf und sie meinte, die Beine würden ihr ausgerissen. Aber es war erregend und stark. Nichts konnte sie jetzt verletzen, noch nicht mal der Sven an dem sie nur knapp vorbeischoss. Dann wurde sie wieder hochgeschleudert und das ganze ging mit weniger Schwung und mehr Kreischen von vorn los. Schließlich kam sie etwa zehn Meter über Sven zur Ruhe. Sie holte tief Luft und merkte, wie ihre Kräfte sie verließen.</p>
<p>Schnell griff sie sich das Seil, an dem Sven hing. Doch die scheinbar stabile Gummitrosse war nicht geeignet, um sich daran hochzuziehen, denn sie wurde immer länger. Claudia versuchte nun, sich umgekehrt nach unten zu arbeiten. Das ging leicht. Sven schien nur zehn Kilo zu wiegen. Nach zehn kräftigen Zügen hatte sie ihn am Fuß. Sie hielt sich an seinem Fuß fest und gab Sven die andere Hand, so dass er sich aufrichten konnte und nun zumindest hochkant hing. Mit finsterem Blick half er ihr, in dieselbe Position zu kommen. „Kannst du soweit klettern?“ fragte er Claudia. „Nein. Aber da oben ist Cayen mit einer kleinen Winde. Sie dürfte etwa fünf Minuten brauchen, um sich allein im Ballon zurechtzufinden. Weitere fünf Minuten braucht, sie, um meine Gebrauchsanweisung zu lesen und dann schickt sie uns ein Stahlseil runter. Du kannst dann gleich hochfahren.“ „Wenn ich dann aus deiner Nähe komme, würde ich heute auch mit einem Gleitschirm verschwinden!“ schimpfte Sven. Claudia war nicht sicher, ob er so cool tat oder ob sie endlich mal den Bogen überspannt hatte. Aber vorläufig war sie mit Festhalten beschäftigt und froh, dass sie beim Springen nicht mit Sven zusammengestoßen war. Irgendwie hatte sie sich da mit dem Abstand verhauen. Ihr Seil sollte eigentlich so kurz sein, dass sie am tiefsten Punkt noch höher war als er, aber irgendwo hatte sie sich verrechnet.</p>
<p>Claudia versuchte sich auszumalen, wie Cayen sich fühlen musste, wenn sie nach einer Bondage im engen Latex Catsuit von drei Stunden in einer Kiste feststellen musste, dass man sie in einem Heißluftballon allein über dem Mittelmeer gelassen hatte. Erst lachte sie über Cayens Höhenangst, doch mit steigender Hitze im Latexcatsuit in der Sonne kamen auch unkomfortable Gedanken. Nach fünfzehn bangen Minuten, in denen Sven nicht einmal mit ihr schimpfte, kam ein dünnes Stahlseil mit Karabinerhaken von oben. Sie hängte es selbst bei Svens Fesselung am Bauch ein, weil der sich mit beiden Händen am Seil festklammerte. Dann sah sie zu, wie er langsam immer kleiner wurde und schließlich im Ballonkorb verschwand.</p>
<p>Sehnsüchtig schaute sie nach oben. Doch kein Seil kam zurück. Nach zehn Minuten, in denen ihr von einer leeren Batterie bis zur kaputten Winde alle möglichen technischen Pannen einfielen, stellte sie erschreckt fest, dass das Meer und die Wellen höchstens fünfzig Meter unter ihr waren. Und es ging rapide weiter abwärts. Sollten die zwei da oben nicht wissen, dass ein Heißluftballon heiße Luft braucht? Nach einer halben Minute tauchte sie zuerst mit den Füßen ins Wasser. Sofort wurde sie gedreht und hinter dem jetzt langsamer sinkenden Ballon übers Meer geschliffen. Das Wasser stand ihr noch nicht bis zum Hals, aber die durch die Ballonfahrt entstandene Strömung zerrte und zog an ihren Beinen. Und weder ihre zusammengefesselten Füße noch der Latex Catsuit waren zum Schwimmen geeignet. Sowie der Ballon mal langsamer wäre, würde sie das schwere Gummiseil sie in die Tiefe zerren. Claudia kämpfte und schwamm bald mit beiden Händen. Da der Ballon sie rückwärts zog, schluckte sie dabei mehr Wasser als vorher. Schon bald war sie entkräftet, da merkte sie, wie der Ballon wieder stieg und sie wieder kopfüber am Seil hing. Keine Chance, wenigstens in die Senkrechte zu kommen.</p>
<p>Nach einigen Minuten sah sie, wenn sie mühsam den Kopf hob, dass der Ballon näher kam. Sicher war etwas mit der Winde, so dass Sven sie jetzt mit der Hand hochzog. Und das musste ihm nach seiner Hängepartie schwerfallen. Claudia war stolz auf die Kraft ihres Freundes. Bald wurde sie über die Kante in den Ballonkorb gezogen. Doch was sie da sah, wunderte sie. Cayen und Sven waren nackt und bei Sven sah man noch immer die phantastisch aussehenden Spuren von Viagra. Nagende Eifersucht überfiel Claudia. Sie umarmte den nackten Sven und wunderte sich, weil Cayen ihr sofort Handschellen anlegte und diese oben an den Brennern befestigte. Claudia stand komfortabel, aber hilflos. „Du hättest uns bald umgebracht. Aber das war dein letzter Scherz!“ sagte Cayen, während sich Sven aus ihrer Umarmung wand. Dann legte er ihr die gepolsterten Handfesseln um, mit denen sie vorhin ihn fixiert hatte.</p>
<p>Cayen öffnete eine ihrer Fußfesseln und schloss sie dann gleich wieder. „Du warst eine süße Freundin. Leider hast du den Freund, den ich immer wollte. Pech für dich.“ Sie öffnete Claudias Schrittreißverschluss vom Latex Catsuit, strich noch einmal sanft über ihre Scham und sagte dabei: „Das Ding war süß. Hier ist das Letzte, was ich für dich tun kann!“ Mit diesen Worten schob sie Claudia ihre geliebten Doppeldildos hinein. Claudia war plötzlich sehr kalt und mulmig, ihre Zunge war wie gelähmt. Doch die beiden Spaßmacher in ihrem Inneren wärmten und beruhigten sie.</p>
<p>Sven hatte eine der großen roten Propangasflaschen gelöst und band sie nun mit einem kurzen Seil an Claudias Fußfessel fest. Dann befestigte er das Windenseil an ihrer Handfessel, küsste sie noch einmal und hängte sie mit einem freundlichen „Und Tschüs!“ aus der Gondel. Panik kam in Claudia hoch. Das sah nicht aus wie ein Scherz. Die Handfesseln schnitten tief in ihre Handgelenke ein und durch die Gasflasche war sie 30 kg schwerer als sonst. So hing sie völlig hilflos außerhalb der Kabine. Sie begann zu schreien. An den Mundbewegungen sah sie, dass Sven etwas sagte. Sie wusste zwar nicht, was, aber Cayen gab ihm die Gasmaske und er zog sie über ihren Kopf. Dann massierte er ruhig wie immer ihre Brüste. Cayen begann, ihren Schritt zu drücken, bis sie einen Höhepunkt hatte.</p>
<p>Dann fiel sie. Sie fiel nicht lange und nicht tief, aber sie sprang mit beiden Füßen genau auf die Gasflasche, die an ihren Knöcheln festhing. Und sofort zog sie die schwere Flasche in die Tiefe. Claudia hatte schon ein wenig nachgedacht: Luft anhalten und versuchen, mit den Händen an die Füße zu kommen. Dies gelang und sie betastete den Knoten. Ein mehrfacher Kreuzknoten, das konnte dauern. Sie löste einen, zwei, drei Knoten, dann wurde es schwarz um sie.</p>
<p>Als sie wieder zu sich kam, hing sie fünf Meter über dem Wasser. Sie musste lachen. Da hatten die beiden wohl vergessen, dass nach ihrem Hinauswurf der Ballon leichter war und stieg. Drei lange Atemzüge und schon fiel sie wieder. Diesmal stach der Schmerz im Knöchel schon mehr und die Luftangst war gleich da. Aber nur noch ein Knoten, dann verschwand ihr Fußgewicht in der Tiefe. Mühsam kam sie an die Oberfläche und holte tief Luft. Viel Wasser im Mund und ein langer Hustenkrampf machten ihr klar, dass der Atemschlauch ihrer Maske noch unter Wasser war. Sie riss sich die Maske vom Kopf und versuchte, jetzt die Fußfesseln zu lösen. Auch dies gelang. Aber schon bald hing sie wieder in der Luft und konnte nichts mehr unternehmen, denn sie hing an den Händen, die sie für ihre Befreiung brauchte.</p>
<p>Der nächste Mordversuch ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal wurde sie fünfundzwanzig Meter hochgehoben, bevor sie wieder ins Wasser fiel. Wenn sie so auf die Flasche geknallt wäre, hätte sie ein paar gebrochene Knochen und bald kein Blut mehr im Umlauf gehabt. Aber auch so tat es an den gummierten Fußsohlen weh. Dieses Mal schwamm sie problemlos und wurde schon nach wenigen Sekunden wieder hochgezogen. Der Ballon war etwa fünfzig Meter über ihr und stieg jetzt. Schon bald war ihr knallheiß in der Sonne. Sie ängstigte sich zunehmend, denn sie wusste, dass sie den nächsten Sturz nicht überleben konnte, egal ob er aus hundert oder tausend Metern Höhe kam. Dich sie wurde wieder in Höhe der Gondel gehievt.</p>
<p>„Du hast ja sieben Leben wie eine Katze!“ begrüßte sie Sven. „Warum habt ihr mich nicht gleich ersäuft?“, fragte Claudia höhnisch. „Weil du erst dreimal Wasser schlucken solltest und ohne Gewicht am Fuß nicht sicher untergehst!“ antwortete Sven. „Und nun erstickst du hier oben. Wir haben nur noch eine leere Propanflasche zum Beschweren.“ Claudia versuchte, nach ihm zu treten, wurde am Fuß gepackt und in die Gondel gezogen. Sven umarmte sie und drückte ihren gummierten Körper eng an sich. So verhinderte er, dass sie weiter um sich trat. Dabei küsste er sie auf den Mund. Claudia versuchte, ihn zu beißen. „Und wie eine Katze kann sie immer nur kratzen. Dreh ihr die Luft ab!“</p>
<p>Cayen wickelte Claudia die schwarze Stretchfolie eng um den Kopf und wartete. Claudia versuchte, sich zu befreien, war aber bei der eingeschränkten Sicht hilflos. Mit den Zähnen bekam sie kein Loch in die Folie und so blieb ihr nur noch eins. Sie versuchte es mit bitten: „Könnt ihr mich bitte leben lassen?“ Sie merkte, dass sie ihre letzte Luft verschwendete, denn aus der Folie kam nur Gestammel. Verzweifelt schrie sie „BITTE!“, dann wurde es wieder schwarz.</p>
<p>Sie kam zu sich und spürte ihren ganzen Körper. Die Lunge brannte, die Handgelenke und die Sprunggelenke schmerzten und ihr war so schlecht. In ihrem Kopf war es undifferenziert hell. Zu hören war nichts, obwohl ihre Ohren nicht verlegt waren. Sie versuchte, ihre Körperlage zu erspüren. Die Arme lagen neben dem Körper unter etwas sehr schweren, kein Finger ließ sich bewegen. Die Beine waren frei, es kostete aber viel Kraft, sie leicht zu heben. Und irgendwie lag sie schräg und fühlte sich nackt. Ihre Haut brannte. Sie lächelte, als ihr Svens Lieblingsspruch einfiel: „Wenn du über dreißig bist, morgens aufwachst und es tut dir nichts weh, dann bist du tot.“ Demnach lebte sie noch. Sie öffnete die Augen und wurde von einer gleißenden Sonne geblendet. Das erklärte das Brennen auf der Haut.</p>
<p>Sie versuchte, sich zu orientieren und sah Sven und Cayen Hand in Hand vor ihr stehen. Beide hatten die normalen Sachen an, die sie für die Ballonlandung eingeplant hatte. Demnach lag sie auf dem Brett in der Gondel und sie waren immer noch in der Luft. „Wieso lebe ich?“ fragte sie, denn sie wollte jetzt wenigstens nicht aufs Ende warten. „Wieso nicht?“ fragte Cayen zurück. „Wir leben doch auch. Es wird Zeit, dass du aufstehst, dich anziehst und den Ballon landest. Ich sehe schon eine Küste.“ „Machst du die Fesseln ab?“, fragte Claudia. „Du hast keine Fesseln. Du liegst auf deinen Pfoten, weil deine Arme immer so verdreht nach hinten fielen. Steh endlich auf!“</p>
<p>Langsam dämmerte Claudia, dass ihr ebenso übel mit ihren schlimmsten Ängsten, der Eifersucht und dem Angst vorm Ertrinken mitgespielt wurde, wie sie auf Cayens und Svens Höhenangst herumgetrampelt war. Zum Entschuldigen sah sie noch keinen Anlass. Heute Abend aber wollte sie mit Cayen und Sven ein langes liebes Gespräch bei Obst, Kerzen und Wein beginnen, falls sie dann noch lebte.</p>
<p>Vorerst hatte sie genug zu tun, sich zu orientieren. Mühsam stand sie auf, um sich auch ordentliche Sachen anzuziehen und ihre erste Ballonlandung vorzubereiten. Der Wind war,vorhergesagt, zum Nachmittag eingeschlafen und so konnte sie den Ballon mit einem kräftigen Ruck auf einen kieseligen, aber menschenleeren Strand setzen. Bald darauf kam ihr Bodenteam und die Ballonfahrt warwirklich zu Ende.</p>
<p>Claudia war noch Wochen danach unsicher, ob sie Sven den Rücken zudrehen oder ihn gar mit Cayen allein lassen sollte. Wenn sie es recht bedachte, wäre der Verlust von Cayen aber schlimmer als Svens Untreue.</p>
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		<title>Latexgeschichte Die Moral</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tom Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2013 15:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Latex]]></category>
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		<category><![CDATA[latexgeschcihte]]></category>
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					<description><![CDATA[Latexgeschichte über zwei Liebende Die Moral Das Vorurteil ist ein unentbehrlicher Hausknecht, der lästige Eindrücke von der Türschwelle weist. Nur darf man sich von seinem Hausknecht nicht selber hinauswerfen lassen. (Karl Kraus) Sven war heute sehr übellaunig. „Ich könnte diese Tussi umbringen. Erst will sie, dass wir mehr schreiben. Dann erwartet sie, dass wir jeden &#8230; <a href="https://geschichten.latexcrazy.com/latexgeschichte-die-moral/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Latexgeschichte Die Moral</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Latexgeschichte über zwei Liebende</h1>
<h2 style="margin-bottom: 0cm;">Die Moral</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Das Vorurteil ist ein unentbehrlicher Hausknecht, der lästige Eindrücke von der Türschwelle weist. Nur darf man sich von seinem Hausknecht nicht selber hinauswerfen lassen. (Karl Kraus)</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sven war heute sehr übellaunig. „Ich könnte diese Tussi umbringen. Erst will sie, dass wir mehr schreiben. Dann erwartet sie, dass wir jeden Mist handschriftlich in die Akten bringen. Nun verlangt sie, dass jeder Mist mit Computer geschrieben und eingeklebt wird &#8211; wegen der Leserlichkeit. Jetzt wünscht sie, dass alles mit Schreibmaschine getippt wird, weil wir natürlich nur noch Textbausteine nehmen. Und als allerneustes erwartet sie, dass wir wieder alles mit der Hand schreiben wegen der Authentizität. Wenn der Chef so ein Chaos anordnet, würde ich an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln. Aber dass eine Assistentin des Geschäftsführers jetzt mehr über unsere Arbeit zu sagen hat als wir selbst, das kotzt mich an.“ Er war kaum zu beruhigen. „Schon wenn ich ihre Erscheinung sehe, bin ich sauer. Eine Frau im Anzug ist schon pervers, der Goldschmuck macht sie auch nicht schöner und wenn ich ihre Rolex sehe, dann verstehe ich alle eure Vorurteile gegen Wessis.“ „Sie ist keine Wessi!“ korrigierte ihn Claudia. „Das tut doch überhaupt nichts zur Sache. Dir ist doch sonst auch egal, wo die Wessis herkommen. Sie ist arrogant, völlig abgehoben und sie verlangt Unmögliches.“<span id="more-21"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia bewunderte Frau Teichholz. Sie hatte Jura studiert, arbeitete in der Geschäftsführung und setzte in dieser Eigenschaft durch, das die Ärzte ihre ständig steigenden Verwaltungsaufgaben erledigten. Sie war eine auffallend schöne Frau, die sich auf dem Niveau der Chefärzte sicher bewegte und die ihre stets unpopulären Wünsche immer durchsetzte. „Übrigens heißt sie Katrin. Womit hat sie dich denn so herausgefordert?“ „Sie hat sich gewünscht, dass ich bis Montag alle Zuarbeiten zu einer Klinikhomepage erstelle. Sie wünscht den ganzen Kram in Englisch, Russisch und Deutsch, alles in HTML und mit Bildern. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.“ „Hast du ihr das gesagt?“ „Ja, sie hat mir gesagt, dass sie selbst auch genug zu tun habe und wegen Homepage bis Montag in der Verwaltung durcharbeitet. Das war die dritte Mahnung, ich sollte den Kram schon vor Wochen abgeben. Die kompletten Texte liegen auf meinem Rechner. Englisch habe ich fertig, aber wer kann in aller Welt kann hier so gut Russisch? Ich könnte sie entführen und bis zur Präsentation Montag früh einsperren! Leider habe ich dann bald Polizei auf dem Hals.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Erstens kannst du mir die Texte geben. Ich gebe sie Schwester Marina, die kann besser Russisch als Deutsch und ist überglücklich, wenn sie als Wolgadeutsche uns mal was voraus hat. Bei ihrer Angst, hier nicht integriert zu werden, tut sie alles fürs Krankenhaus. Und zweitens: Wenn du Katrin entführen willst, musst du dich eben geschickt genug anstellen. Ich mache mit.“ „Und warum?“ „Weil ich mal was erleben will!“ Claudia sagte ihm nicht, dass die Vorstellung, jemanden zu fesseln, der sich wehrte, sehr erregte. Svens Gegenwehr konnte sie sicher nicht vertragen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Wie willst du sie fangen?“ fragte Sven. „Mit Chloroform. Sie sitzt ewig in der Verwaltung. Niemand vermisst sie. Sie beklagt sich oft, dass sie völlig allein ist und die Zeit mit Arbeit totschlagen muss. Du musst nur ihren Computer vom Netz abkoppeln, dann kommt sie in den dunklen Keller zum Server. Und dann kannst du sie einfach raustragen. Die Verwaltung samt Innenhof ist freitags ab eins praktisch tot. Ich würde sie in unseren Bungalow bringen. Die Garage ist gut verschließbar und schön einsam.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sven lachte bei der Vorstellung: „Wie willst du verhindern, dass sie dich identifiziert?“ „Ich kann sie im Dunklen transportieren. Damit sie nichts hört, bekommt sie Musik. Du hast mich mit Kuschelrock von der Umgebung abgeschirmt, das würde ich auch tun. Es beruhigt. Und um keine Mikrofaserspuren zu hinterlassen, würde ich sie in Plastik oder Gummi einpacken. Das hilft auch gegen Fingerabdrücke und, wenn man sauber arbeitet, gegen genetische Fingerabdrücke.“ „Hast du zuviel Krimis gelesen?“ lachte Sven weiter. Er klang aber gespannt. „Nein, aber ich habe aus Neugierde ein paar Medizin-Vorlesungen besucht. Rechtsmedizin und das Lieblingsthema von Professor Krimi-Krause: Der Hochintelligenztäter. Er hat sehr plastisch über die erschreckend niedrige Aufklärungsrate der Untaten von Ärzten und Schwestern geredet und die gängigen Untersuchungsmethoden der Kripo geredet.“ Sven lachte weiter: „Gut. Wenn du sie mir bewusstlos übergibst, bringe ich dir deine Katrin, wohin du willst.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia überdachte die Risiken und Folgen einer Entführung. Wenn sie den kleinen Erfolg, Frau Teichholz zu ärgern, dagegen sah, sprach überhaupt nichts dafür. Andererseits träumte sie schon lange von einem perfekten Verbrechen und hatte nur keine Idee, wie sie so etwas begehen könnte, ohne jemandem richtig wehzutun.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schon am nächsten Abend stand Claudia im schwarzen Lycracatsuit im Keller der Verwaltung. Sie hatte sich eine schwarze, etwas raschelnde Nylonjacke übergezogen, von der sie glaubte, dass sie auch bei einer kleinen Reiberei keine Fasern verlieren werde. Alle Flurtüren waren auf wie immer und an den vielen dunklen Fenstern sah sie, dass ihr Opfer allein im Haus war. Claudia hatte sich extra ein paar neue Schuhe gekauft, die sie nach ihrem einzigen Einsatz entsorgen wollte. Sie zog sich ein paar OP-Handschuhe an und war nun sicher, dass an ihrer Kleidung nicht eine Hautschuppe von ihr war. Ihre langen Haare steckten unter einer Maske, die nur die Augen freiließ.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia hatte bis zum Schichtwechsel um zehn abends und war sicher, dass niemand mehr das Krankenhaus betreten oder verlassen würde. Sie ging zum Netzverteilerschrank, im Kellerflur, öffnete ihn und zog den Stecker K31 heraus. Da K31 auf der Steckdose von Katrins Rechner stand, brauchte sie jetzt nur noch zu warten. Schon drei Minuten später hörte sie vorsichtige Schritte im Treppenhaus. Katrin kam und ging zielsicher zum Verteilerschrank. Sie öffnete ihn und suchte etwas. Genau darauf hatte Claudia gewartet. Sie hatte ein chloroformgetränktes Stoffstück in der Hand und drückte es Katrin auf Mund und Nase. Mit dem linken Arm klammerte sie sich einfach an Katrin fest. Die Gegenwehr war nur kurz, dann wurde Katrins Körper schlaff.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia legte Katrin auf eine große Plastiktüte. Sie kontrollierte ihren Kreislauf und fesselte ihr die Hände mit einer Handschelle auf dem Rücken. Dann wickelte sie Füße, Knie und Ellbogen mit einigen Lagen Haushaltsfolie und ein paar dicken Runden Teppichklebeband fest. So gefesselt schob sie sie in einen Schlafsack und wartete, bis Katrin die Augen öffnete. Sie drückte ihr einen Knebel in den Mund, verband ihr die Augen mit breitem Gummiband und lies sie einfach liegen. Schnell brachte sie den Netzwerkschrank wieder in Ordnung, ging zu Katrins Zimmer, machte den Computer ordentlich aus, sammelte Katrins Handtasche und ihr Schlüsselbund ein und schloss ab.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Im Keller wälzte sich Katrin solange ängstlich hin und her. Katrin hatte sich eine Alienmaske mit Sprachverzerrer gekauft und setzte sie nun auf. Sie wollte sich eigentlich den ganzen Überfall maskieren, hatte dann aber wegen des kleinen Gesichtsfeldes im entscheidenden Augenblick die Maske weggelegt. Sie strich Katrin übers Gesicht und sagte „Du wirst jetzt entführt. Wenn du ruhig bleibst, passiert dir nicht viel! Wirst du kooperieren?“ Katrin schüttelte langsam den Kopf. „Dann eben nicht!“ Claudia hatte Sorgen, ob sie die zwanzig Zentimeter kleinere Person tragen konnte. Mit aller Kraftanstrengung hob sie den Schlafsack mit der gefesselten Katrin hoch. Die zappelnde Bürde war leichter als erwartet. Claudia warf sie auf ihre Schulter und ging mit elastischen Schritten die Treppe hoch bis zum Hinterausgang.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Oben war sie schon etwas aus der Puste. Sie schaute sich um. Der Hof war leer. Sven nickte ihr beruhigend zu, so wusste sie, dass die Luft rein war. Sie ging schnell zu Katrins Tussi-Auto, einem schwarzen Opel Tigra, öffnete den Kofferraum und stieg ein. Claudia hasste dieses Auto, weil es so schön wie unbrauchbar war und weil gerade eine Getränkekiste in den Kofferraum passte. Zu Fräulein Doktor Teichholz passte es wie die Faust aufs Auge: elegant, teuer und nur für eine Person geeignet. Auf jeden Fall passte Katrin in den Kofferraum und strampelte dort herum. Claudia fuhr so, wie sie war mit Maske und Handschuhen, vom Hof und hielt erst in einer dunklen Seitenstraße. Hier stieg sie aus und zog die Maske von ihrem Kopf. Über den Sitz zog sie eine Plastiktüte, falls doch ein Haar aus ihrem heute mal geflochtenen Zopf ausbrechen sollte. Dann stieg sie wieder ein und fuhr zu ihrem Bungalow. Sie musste anerkennen, dass sich der Tigra sehr schön fuhr, wenn sie auch etwas eng saß.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sven hatte die Garage des Bungalows mit viel schwarzer Plastikfolie so ausstaffiert, dass keine Wand wiederzuerkennen war. Er hatte am Kellerboden ein Meterstück Kette verankert und an der Stirnseite ein Andreaskreuz aus zwei dicken Brettern gezimmert. Er hatte außer einer Luftmatratze und einem Eimer keinen Gegenstand in der Garage gelassen. Der Raum sah dunkel aus und war von keiner Seite einsehbar. Sven hatte Angst bekommen, daher musste Claudia allein kidnappen gehen. Die Raumausstattung war sein Versuch, sich zu entschuldigen. Jetzt kam er ihr entgegen und half ihr, das mittlerweile ruhige Bündel aus dem Auto zu heben. Sven hatte auch eine Alienmaske bekommen und einen Gasschutzanzug an. Er wirkte wesentlich bedrohlicher als Claudia, fand sie selbst. Wortlos trug Sven die dicke blaue Daunenrolle in die Garage und legte sie auf den Fußboden. Claudia zog sich solange auch einen Gasschutzanzug mit Alienmaske an. Sie hätte lieber eine Gasmaske benutzt, aber sie fand, dass unter der Gasmaske ihre Stimme zu erkennen war.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In ihrem Kostüm aus dickem gummierten Stoff, das einmal den Chemiekriegern der DDR-Armee gehört hatte, kam sie sich stark und unverletzlich vor und genoss das Gefühl von Macht gegen die am Boden gekrümmte Katrin. Sie zog den Reißverschluss des Schlafsackes auf und sah wie Katrin erfolglos versuchte, irgendwie kleiner zu werden und im Fußraum zu verschwinden. Ihr Gesichtsausdruck war wegen des Pflasters auf dem Mund nicht zu erkennen. Claudia nahm ein dickes Fahrradschloss, zog es um Katrins Taille und kettete sie damit am Boden fest. Dann löste sie die Handschellen und sagte: „Du darfst die Fesselungen abmachen, essen, pullern und schlafen. In 20 Minuten ist dass Licht aus, bis dahin bist du fertig. Wenn du Krach machst, nehme ich dir Wäsche und Schlafsack weg, dann kannst du frieren.“ Katrin zog schnell das Gummiband von ihren Augen und tastete in ihrem Nacken herum, bis sie den Verschluss des Knebels aufhatte. Sie holte aus ihrer Hosentasche ein Taschentuch und tupfte umständlich den Speichel aus ihrem Gesicht. Dann erst fragte sie ruhig: „Wer seid ihr? Was soll das überhaupt?“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia lief es kalt den Rücken hinunter. Ihr „Opfer“ saß ruhig mit gefesselten Beinen halb im Schlafsack und hatte mit dem Öffnen ihrer Augen ihre ekelerregende Selbstsicherheit wiedergewonnen. Ihr Anzug saß, als wäre er nicht gerade in einen Schlafsack gewickelt und geknittert worden und der Fakt, dass Katrin kein Zellstofftaschentuch, sondern in diesem neuen Jahrtausend ein zur Bluse passendes Stoffstück benutzte, ärgerte Claudia. So antwortete sie: „Du darfst dir etwas wünschen, aber nichts fragen. Gute Nacht!“ und ging.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In der Nacht schlief Claudia schlecht. Sie versuchte zu reflektieren, wie sie sich in den letzten Monaten verändert hatte. Sie trug Gummisachen, um sich und Sven zu stimulieren. Sie hatte sich einen Mann erobert, der ihr gefiel und hatte Geschmack an Gummi, Bondage und Atemkontrollspielen gefunden. Das war für sie in Ordnung. Sie hatte Verkehr mit einer Frau und fand Cayen wesentlich aufregender als jeden Mann. Damit war von ihren Moralvorstellungen nicht viel übrig, aber das hatte sich gelohnt. Aber nun entführte sie eine Frau nur zum Spaß. Der Plan, Katrin aus dem Betrieb zu holen, hatte eine Eigendynamik bekommen, die sein nicht für möglich gehalten hatte. Und wenn ihnen ein Fehler passierte, konnte Katrin sie leicht identifizieren. Sven kannte sie dienstlich gut und Katrin war erst gestern in ihrem Zimmer, um Bestellungen für OP-Instrumente zu suchen und bei der Gelegenheit die Nummer ihrer Netzwerksteckdose zu bekommen. Was würde sie tun, wenn sie erkannt wurde?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie könnte Katrin einfach töten und die Leiche verschwinden lassen. Dann wüsste niemand auf der Welt außer Sven, was passiert war. Sie könnte auch Sven bei einem Bondage-Spiel verunfallen lassen. Claudia schauderte. Sie hatte Katrin entführt und damit die Verantwortung für ihre Unversehrtheit übernommen. Und allein der Gedanke, sie könnte töten, erschreckte sie. Ihr war kalt trotz der warmen Sommernacht. Leise zog sie sich den Schutzanzug an und sah nach Katrin. Katrin hatte sich trotz des Fahrradschlosses um die Taille bis auf die Unterwäsche ausgezogen und schlief augenscheinlich friedlich im Schlafsack.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sofort wanderten Claudias Gedanken in eine andere Richtung. Katrin behandelte die Professoren und anderen Ärzte mit der gleichen herablassenden Selbstsicherheit, die Claudia von den Göttern in weiß selbst oft erfahren hatte. Sie fand diese Sicherheit faszinierend, aber nicht fair. Und sie befand, dass man Katrin diese Sicherheit nehmen sollte. Vielleicht wurde Claudia ja auch sicherer, wenn sie Katrin die Selbstsicherheit nahm. Unter den Gedanken an solche Machtspiele schlief Claudia irgendwann ein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Am Morgen wusste sie dann ganz genau, dass sie mit Katrin ein Hühnchen zu rupfen hatte, weil die zu viel Macht über Sven hatte. „Tja!“, dachte sie bei sich, „dumm gelaufen, du Karrieretussi. Hättest du heute Nacht Angst gezeigt, dann hätte ich Mitleid mit dir gehabt. So habe ich nur ein paar Ideen, die dir nicht gefallen werden.“ Claudia zog sich wieder den Schutzanzug an, holte sich eine Gummimaske und ging wecken. Katrin lag in schwarzer Unterwäsche im halb zugezogenen Schlafsack und schlief. Claudia trat leise an sie heran und legte ihr mit einem kräftigen Ruck die Handschellen wieder auf dem Rücken an. Dann zog sie der strampelnden Katrin langsam eine schwarze Gummimaske ohne Augenöffnung über. „Guten Morgen! Ich hoffe, du hast ausgeschlafen, denn dies wird ein langer Tag für dich!“ flötete sie leise und hörte, dass ihre Alienstimme unverständlich war. Claudia zog Katrin an der Fessel hoch und schloss ihr das Fahrradschloss ab. Dann zog sie sie rückwärts zum Andreaskreuz. Sie legte ihr erst dicke gepolsterte Fesseln um beide Handgelenke und band sie mit langen Seilen an das Kreuz, bevor sie die Handschellen öffnete.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sofort versuchte Katrin, sich die Maske vom Gesicht zu ziehen. Claudia zog mit aller Kraft an den Seilen, bis sie Katrin mit gestreckten Armen auf Zehenspitzen zu stehen hatte. Sie hörte sich kurz an, wie Katrin unter der Maske schimpfte und nuschelte, dann beschloss sie, für Ruhe zu sorgen. Atemkontrollspiele fand sie für Katrin unangemessen, aber vielleicht sollte sie ihr ein paar ganz geringe Schmerzen zufügen? Bisher zeigte sie keine Angst, sondern nur Ärger über die Freiheitsberaubung. Claudia zog Katrin die Maske vom Gesicht und holte einen Ballknebel. Sofort fletschte Katrin die Zähne und zeigte, dass sie keinen Knebel wollte. Claudia hielt ihr einfach Mund und Nase zu und wartete, bis sie nach Luft schnappen musste. Aber Katrin kämpfte nicht um Luft, sondern trat ihr mit einem kräftigen Ruck zwischen sie Beine.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia hatte sich zur Tarnung ihrer Figur einen Skianzug unter dem Schutzanzug angezogen und merkte nicht viel von dem Tritt, aber den Angriff wollte sie sich nicht gefallen lassen. Sie trat etwas zurück und kniff Katrin mit aller Kraft in die Schamlippen. Die schrie auf und hatte schon den Ballknebel im Mund. „So, du Aas, jetzt wirst du erst mal richtig gesichert, damit du hier niemandem etwas tust!“ schimpfte Claudia. Sie war sauer auf ihr Opfer, obwohl sie völlig unverletzt war und der Versuch, sich wenigstens ein bisschen zu wehren, eigentlich angemessen war. Dann sicherte sie Katrins Beine in weit gespreizter Stellung mit gepolsterten Fesseln am Kreuz und zog die Seile so straff, dass sie mehr hing als stand.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mit einem kräftigen Ruck riss sie Katrin ihren schwarzen Body vom Körper. Fasziniert sah sie den nackten Körper an. Die kleine Metallhantel im Bauchnabel überraschte Claudia nicht. Zwei dünne silberne Ringe quer durch beide Brustwarzen fand sie schon spannender. Am interessantesten fand Claudia aber die kleinen spitzen Metallteile, die in Katrins Schamlippen steckten und ihn aussehen ließen wie Draculas Mund. Claudia betastete mit zwei Fingern ihrer gummibehandschuhten Hand die Schamlippen und sagte: „He, Tussi, kann der Mund auch Schwänze abbeißen?“ Katrin brummte und nickte. Innen an den Lippen waren einige kleine rote Punkte zu sehen, die von Claudias Kneifaktion stammten. Ihr fiel ein, dass der kleine Mund sich eben selbst gebissen hatte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Lachend sagte sie „Ich will dich wimmern hören!“, entfernte den Knebel und setzte Katrin eine Gasmaske auf. Die sah sie durch die Scheiben der Gasmaske ruhig und kein bisschen ängstlich an. Das ärgerte Claudia noch mehr, also holte sie noch ein Seil und band damit Katrins Kopf so zurück, dass sie nur noch nach oben sehen konnte. Dann holte sie sich einen Bambusstock und schlug ihr mit kräftigen Schlägen einmal links und einmal rechts innen über die Schenkel. Beim ersten Schlag registrierte sie ein erschrecktes Wimmern, beim zweiten Schlag war schon wieder Ruhe. „Das gefällt dir wohl sogar?“ fragte Claudia lauernd. Katrin schüttelte vorsichtig den Kopf. „Schade, dass es zuviel Spuren hinterlässt!“ sagte Claudia. Katrin atmete erleichtert weit aus und bekam nach einer Kunstpause von einer Minute gleich noch zwei Schläge, nur weiter oben, fast schon im Schritt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia freute sich, dass ihr Gegenüber wenigstens zu erschrecken war. Leider sah sie an den Spuren ihrer Gerte, dass sie schon vier Verletzungen zuviel gesetzt hatte und nicht weiter unkontrolliert herumschlagen sollte. Aber ein oder zwei Hiebe zwischendurch könnte Katrin bestimmt noch vertragen. Sie wollte ihr Opfer nicht mehr als möglich verletzen und trotzdem ein Paar Schreie hören. Also ging sie so, wie sie in Vollschutz steckte, hinaus an die frische Luft und holte Brennnesseln. Sie erinnerte sich lachend, dass ihr vorsichtiges Streicheln schon einmal beträchtliche Schmerzen bereitet hatte. Den vielen Piercings nach zu schließen war Katrin aber auch einiges gewöhnt und hatte sicher nicht nur den Blümchensex nach einem teuren Konzertabend, den ihr Claudia maximal zugetraut hatte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia nahm eine lange frische Brennnessel und sagte zu Katrin: „Aufwachen! Du bekommst deine Streicheleinheiten!“ Dann strich sie mit der Brennnessel langsam an ihren Hüften entlang. Katrin versuchte zwar auszuweichen, aber sie ließ kein Geräusch hören. Also streichelte Claudia ihr auch den Bauch und dann die Brüste. Sie wartete enttäuscht und strich Katrin mechanisch den ganzen Körper vom Hals angefangen über die Achselhöhlen, unter den Brüsten entlang. Sie bearbeitete Katrins schlanken Bauch und ihre Schenkel.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia schaute in die Gasmaske und sah, wie Katrin mühsam Tränen unterdrückte, aber sie sagte kein Wort. Also spreizte Claudia Katrin die Schamlippen und zog langsam eine Brennnessel durch Katrins trockene Schleimhaut. Das Ergebnis war ein kurzes Zischen aus der Gasmaske, das Claudia nicht ausreichte. Sie sah breite rosige Streifen an allen Stellen, die sie mit der Nessel bearbeitet hatte und wusste zumindest, dass Katrin auf Brennnessel reagierte. Also nahm sie viel schöne Stängel, hängte Katrin zwei von den Achselhöhlen zur Taille und zwei vorn über die Brüste bis zum Bauch und befestigte alle vier Pflanzen mit einigen Lagen Haushaltfolie. Katrin behielt ihre Beherrschung. „Weinst du etwa?“ fragte Claudia lauernd. „Nein!“ kam es trotzig aus der Gasmaske. „Aber ich möchte, dass du weinst!“ „Und ich möchte, dass du mich losbindest und schnellstens nach Hause bringst,&#8230;“, kam es klar und verständlich aus der Gasmaske. „&#8230;Ich finde das Spiel hier nämlich nicht so amüsant.“ Claudia wurde ärgerlich. Widerstand konnte sie nicht leiden. Ihr Blutdruck stieg und sie beschloss, Katrin so lange wehzutun, bis sie um Gnade bat. Und dann wollte sie erst richtig anfangen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Also streichelte sie Katrin genau da, wo die Brennnesseln lagen. Nachdem das zu keiner Reaktion führte, holte sie sich eine Kerze. Sie zündete die Kerze vor der Gasmaske deutlich sichtbar an und führte sie dann an den leuchtenden Streifen an Katrins Taille vorbei. Katrin wich nicht aus, sondern schob ihren Körper plötzlich gegen die Kerze, so dass ihre Haut die Kerze ausdrückte. Claudia war ein bisschen erschrocken und sauer, dass Katrin überhaupt noch Handlungsspielraum blieb. Es roch auch ein bisschen verbrannt und an Katrins Taille zeigte sich eine kleine Blase. Claudia holte sich noch ein Seil und wickelte Katrins Bauch am Kreuz mit fest. Dann zündete sie die Kerze wieder an und tropfte ihr am Hals ein paar lange Spuren, die über beide Brüste reichten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Ich glaube, ich muss dich richtig kneifen!“ eröffnete Claudia die nächste Runde. Sie hatte sich einen ganzen Beutel Wäscheklammern geholt und suchte die schönsten Stellen, um diese zu platzieren. „Na, Tussi, weißt du, wozu Wäscheklammern sind oder macht das bei dir noch die Mama? Schau mal, die Klammer ist aus so schönem Holz und wird dich gleich ganz schön kneifen!“ Claudia hatte sich etwas beruhigt und wollte jetzt jede Handlung mit salbungsvollen Worten begleiten. Sie streichelte Katrin vorsichtig an der Brust und setzte ihr dann eine Klammer genau in die rechte Achselhöhle. Ein Stöhnen war die Antwort. „Das gefällt dir nicht, Tussi? Aber mir gefällt es!“ sagte Claudias Alienstimme und schon befand sich eine Klammer in der anderen Achselhöhle. Katrin stöhnte wieder.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia nahm die nächste Klammer und drückte sie Katrin an die Gurgel. Dann malte sie langsam eine lange Linie über die Brust, den Bauch und die Leistenbeuge, bevor sie an den Schamlippen anhielt und sie dann doch in der Kniekehle platzierte. „Na, das hättest du wohl gerne, dass ich dir die Muschi klemme?“ fragte Claudia und Katrin schüttelte den Kopf. „Was heißt nein? Du weißt genau, dass ich dir deine Wünsche sowieso nicht erfülle. Meinst du, du kannst mich führen? Vergiss es!“ Claudia setzte ruhig Klammern an Katrins Brüste und zählte dabei laut: „Eins links, eins rechts, zwei links, zwei rechts, drei links&#8230;“ Bei neun hörte sie auf, weil aus Katrins Stöhnen ein Dauergewimmer geworden war. „So gefällst du mir schon besser!“ Komm, du bekommst noch eine kleine Klammer an den Hals, das hast du dir schon lange gewünscht!“ Katrin versuchte, mit dem Kopf auszuweichen, hatte aber nicht mehr viele Möglichkeiten. Sie bekam eine Klammer über genau an den Kehlkopf, die sicherlich würgte. „Und weil du eine kleine Spielverderberin bist, bekommst du auch noch zwei Klammern links und rechts daneben!“ Claudia massierte ein bisschen auf den Klammern herum, bis sie hörte, wie es unter der Maske würgte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Möchtest du ein ganz liebes Spielzeug sein und alles geben, was ich von dir haben will?“ Katrin nickte. „Ich verstehe dich nicht!“ Katrin sagte leise „Ja!“. „Ich verstehe dich immer noch nicht. Rede in ganzen Sätzen!“ Unter der Maske brummte es. Claudia nahm sich eine Handvoll Klammern und setzte vier Fünferreihen Klammern in beide Leistenbeugen und unter die vorherigen Klammern an beide Brüste. „Wer nicht hören will, muss fühlen!“ sagte sie dabei. „Komm sag mir, wo die nächsten Klammern hin haben willst. Und sag mir, dass du mein Spielzeug sein willst, dann darf sich das Spielzeug auch etwas wünschen.“ Claudia setzte nun Klammern auf jeden einzelnen Zeh und musste laut sprechen, um Katrins Gewimmer zu übertönen. „Bitte mach mit mir, was du willst, ich will dein Spielzeug sein!“, kam es aus der Maske. Katrin sprach klar und deutlich, sie wollte verstanden werden. „Und der andere Wunsch?“ fragte Claudia. „Bitte setze mir ein paar Klammern an meine Muschi, das tut so höllisch weh!“ „Bitte setzte mir ein Paar Klammern an die Muschi, es tut so schön weh!“ korrigierte Claudia und hockte sich hin, um die Klammern an der gewünschten Stelle zu platzieren. „Ich muss wohl aufpassen, dass ich hier nicht die Führung verliere!“, dachte sie bei sich und setzte die erste Klammer ganz hinten an Katrins Schamlippe. Genau in diesem Augenblick entleerte sich Katrin und spritzte Claudia ins Gesicht, so dass es ihr zwischen Maske und Schutzanzug lief.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Du kannst mich mal am Arsch lecken!“ kam laut und deutlich aus der Gasmaske, dann lachte Katrin laut, bis ihr Claudia mit dem Rohrstock wild auf die Schenkel schlug. „Dafür bekommst du Hiebe, bis dir das Fleisch platzt!“ schrie Claudia und schlug immer wieder zu. Ein roter Striemen neben dem anderen erschien auf Katrins weißen Schenkeln. Mit soviel Durchhaltevermögen hatte sie noch nie jemand geärgert. Sie schlug mehrmals mit aller Kraft zu, bis ihr Bambusstock zerbrach. Schlagartig war Claudias Wut verflogen und wich einem Erschrecken über das, was sie hier angerichtet hatte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Da sagte Katrin plötzlich: „Danke Herrin!“. Claudia hörte sofort mit dem Schlagen auf und fragte: „Was war das?“ „Danke Herrin, du hast mich gut geschlagen. Es tut mir leid, dass du dich dabei so anstrengen musst.“ Claudia sah tief in die völlig beschlagenen Maskengläser und fragte: „Gefällt es dir, wenn ich dich schlage?“ „Ja, weißt du das denn nicht?“ Claudia dachte nach. Irgendwie schätzte sie die Situation falsch ein. Sollte Katrin SM-Spiele mögen oder gar auf eine Entführung gefasst sein? Die Piercings sprachen für einen gewissen Kontakt zur Szene, sind aber auch sonst keine Rarität bei jungen Leuten. Claudia ahnte, warum Katrin sich benahm, als müsse sie eine sehr gefaßte Entführte mimen und so cool blieb. Sie hatte Vertrauen, dass keine Grenzen überschritten wurden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia nahm Katrin alle Klammern ab und lockerte die Fesseln. Dann setzte sie ihr die Maske ab. Ein verweintes Gesicht mit verschmierten Augenbrauen und verquollener Haut lächelte sie an und sagte „Scheißspiel!“ Claudia erwiderte friedlich: „Du bist eine schlechte Sklavin, die mich ärgert. Aber du hast dennoch einen Wunsch frei!“ Sie hoffte, dass der Wunsch „nach Hause“ hieß. Dann würde sie Katrin in einen Plastiksack stecken, aus dem sie sich befreien könnte und dann mit ihren Sachen in ihrem Auto irgendwo im Wald aussetzen. Aber Katrin fragte nur: „Darf bitte frühstücken?“ Claudia nickte unter ihrer dicken Vermummung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie hatte schon einige Ideen, was sie Katrin antun konnte. Denn wenn sie genau nachdachte, dann hätte sie selbst wahrscheinlich genauso gehandelt und sich ohne Rücksicht auf Verluste gewehrt, bis es nicht mehr geht. Aber jetzt ging der Spaß erst richtig los. Claudia löste Katrin die Fesseln und ließ sie niederknien. Dann band sie ihr im Schneidersitz die Hände auf den Rücken und die Füße an das gegenseitige Knie. Als letztes verschloss sie Katrins Augen mit einer Binde aus Gummi. Ohne Kommentar verschwand sie aus Katrins Hörfeld, zog sich aus und ging in die Küche, Frühstück holen. Sie machte sich ein Tablett und ging damit im Catsuit, ohne Gesichtsmaske zurück. Da sie nicht vorhatte, zu sprechen oder die Augenbinde zu erlassen, hielt sie die Tarnung hier für unnötig. Und da Katrin ihre verdammte Sicherheit sofort nach Augenöffnung zurückerhielt, sollten ihre Augen halt zu bleiben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Gemütlich schmierte sie sich ein Brötchen mit Erdbeermarmelade und aß eine Hälfte. Immer, wenn sie einen Bissen gekaut hatte, bekam Katrin auch Marmeladenbrötchen. Im Hintergrund hörte man seit gestern Abend eine CD „Kuschelrock“ nach der anderen, um Katrin keine Möglichkeit zu geben, sich an typische Geräusche ihrer Umgebung zu erinnern. Da Claudia schwieg, hielt auch Katrin den Mund und so wäre es eine richtig friedliche Szene geworden, wenn Katrin nicht gefesselt wäre. Der Kaffee war noch heiß, Claudia schlürfte ihn ohne Probleme. Sie war aber nicht stolz, als sich Katrin den Mund verbrühte und „Aua!“ rief. Dafür bekam sie dann Orangensaft mit einem Strohhalm. Geduldig teilte Claudia einen Apfel in viele kleine Schnitzel, die sie abwechselnd Katrin und sich in den Mund steckte. Irgendwann wurde ihr die Harmonie zuviel. Aber genau dafür hatte sie sich eine schöne frische Chillischote aus dem Kühlschrank mitgebracht. Sie zog Katrin spielerisch zwei oder drei Apfelstückchen beim Zubeißen wieder aus dem Mund. Wie erwartet biss sie nun fester zu und bekam eine volle Ladung Chilli auf die Zunge. Man sah an ihrem Gesicht, wie das brannte. Katrin holte fauchend Luft, um ihre Zunge zu kühlen. Tränen liefen über ihre Wangen. Claudia musste innerlich über ihre Bosheit lachen und fühlte sich großartig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jetzt wollte sie erst einmal alle Werkzeuge ausprobieren, die Sven eigentlich ihr zugedacht hatte. Die elektrischen Dildos, Brustklammern und Daumenschrauben sollten doch nicht umsonst angeschafft sein. Doch ausgerechnet Sven, der den ganzen Kram bestellt hatte, machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Er musste endlich aufgewacht sein, denn er stand plötzlich hinter ihr und bedeutete ihr, mit hinauszukommen. Draußen gab es eine Standpauke: „Bist du total ausgerastet, dass du mit offenem Gesicht hier herumsitzt? Was passiert, wenn sie ihre Augenbinde an der Schulter abstreift? Willst du sie dann umbringen?“ Sven konnte sich nicht beruhigen. „Und wie sieht sie überhaupt aus? Die Streifen auf ihren Schenkeln waren gestern bestimmt noch nicht. Und die Blutergüsse am Hals kann sie höchstens mit einem Rollkragenpullover verbergen. Außerdem wusste ich nicht, dass sie gepierct ist. Selbst wenn sie von allein nichts sagt, wird sie bestimmt gefragt, was da passiert ist. Es war abgemacht, ihr keine bleibenden Schäden zuzufügen!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Ich habe sie nicht gepierct und auf Schläge scheint sie mehr zu stehen als auf Weicheier, die vor ihr katzbuckeln. Außerdem hast du bis jetzt nichts mit der Sache zu tun und kannst verschwinden, wenn du willst.“ „Nein, das kann ich nicht, denn wer passt dann auf dich auf. Dir sind doch jetzt schon alle Sicherungen durchgebrannt!“ Claudia sah brummend ein, dass auf sie aufgepasst werden musste. „Heute Vormittag will ich Katrin beschäftigen, dann nehme ich sie als Fotomodell. Wenn sie an die Bilder denkt, sucht sie bestimmt nicht mehr nach uns.“ „Und wenn irgendwer von deinem Gummifetisch erfährt, muss sie nicht mal mehr suchen, denn die Spur ist dann sehr kurz!“ „Ich habe nicht vor, sie in Gummi, Ketten oder mit Dildos zu fotografieren. Vertrau mir einfach!“ „Klasse! Du gibst mir auch allen Grund dazu.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia verkleidete sich wieder mit Gasschutzanzug und Maske und ging dann mit einigen Utensilien, die Sven nicht verstand, zu Katrin. Die saß noch immer im Schneidersitz in der schwarzen Garage. Claudia hängte ihr wieder das Fahrradschloss um die Taille und kettete sie damit an. Dann löste sie eine Handfessel und sagte: „Mach dich los und steh auf!“ Sie wartete, bis Katrin alle Schnüre entfernt hatte und mit gesenktem Kopf vor ihr stand. Dann sagte befahl sie „Niederknien!“ und nahm ihr die Augenbinde ab. „Hier ist eine dicke Rolle Folie. Daraus wirst du dir jetzt Kleidung schneidern!“ „Das ist nicht nötig. In meinem Auto ist im Kofferraum alles, was ich brauche!“ „Ich hatte nicht gesagt, dass du sprechen sollst. Tu einfach, was ich dir sage!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia hatte die Rolle in einer Reinigung entdeckt, wo die frisch gewaschene Kleidung darin eingeschweißt wurde. Es war die dünnste und weichste PVC-Folie, die Claudia kannte. Sie hatte die Damen solange beschwatzt, bis sie ihr eine angefangene Rolle „fürs Renovieren“ gaben und sich vor der Gummiära mit Sven ein paar Mal versuchsweise Wäsche daraus hergestellt. Der Folienschlauch war sechzig Zentimeter breit und leicht zu verschmelzen. Das Problem war, dass er sich beim Abrollen elektrostatisch auflud und dann überall festklebte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als erstes durfte sich Katrin einen Body basteln. Das ging mit einer Schweißnaht und einmal längs falten sowie drei kurzen Schnitten mit der Schere ab. Dann musste sie sich eine hohe Wathose mit Halseinstieg und einen Pullover basteln. Katrin erledigte die Arbeit wie alles, was man ihr auftrug, mit Akribie und war schon nach dreißig Minuten fertig. Claudia forderte sie auf, die Sachen anzuziehen und sah leicht erregt zu, wie Katrin langsam in der dünnen Folie verschwand. Die Kleidung war voll durchsichtig und raschelte bei jeder Bewegung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Zieh dich wieder aus, es passt!“ befahl Claudia. Jetzt wirst du das Ganze noch einmal herstellen, nur nimmst du fünf Lagen Folie. Und wenn du das geschafft hast, nimmst du noch einmal acht Lagen Folie, eine Lage schwarzen Müllsack und noch eine Lage Folie. An den Pullover baust du ein Kopfteil mit an. Und lass einen Gesichtsausschnitt, in dem nur die innerste und die äußerste Folienlage stehen bleiben. Wenn du etwas falsch machst, machst du das Ganze noch einmal.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Katrin bastelte bis zum Mittag. So entstand ein Stück Folienkleidung nach dem anderen. Jedes Stück wurde ordentlich zusammengelegt und in Folie eingeschweißt. So entstand ein glänzender Haufen. Zum Schluss musste Katrin einen dicken Overall aus vier Schichten einer dickeren Baufolie anfertigen und so wenden, dass die dicken Schmelznähte innen lagen. Hinten bekam dieser Overall einen breiten Einstieg aus demselben Material angeschweißt. Auch dieses Teil kam in eine Folie.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia hatte in der Zwischenzeit unter Vermeidung sämtlicher Fingerabdrücke Katrins Auto durchsucht und eine kleine Tasche gefunden. Darin war zu ihrer Enttäuschung keine Gummikleidung, sondern eine Garnitur aus Leder und Stahl mit ein paar Dornen nach innen und außen. Claudia legte sie einfach zurück in Katrins Auto. Außerdem fand sie ein recht gefährlich aussehendes Elektroschockgerät zur Selbstverteidigung. Seltsam nur, dass es nicht im Handschuhfach lag. Claudia steckte es ein, um Katrin nach dem Zweck dieses Spielzeuges zu fragen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sie zog sich den Schutzanzug wieder an und stellte stöhnend fest, dass ihre Tarnung ihr auch ohne Skibekleidung darunter sehr lästig wurde. Aber da Katrin für das, was sie vorhatte, sehen musste, durfte sie von sich nichts zeigen. Sie holte ihre Kamera und das Schockgerät und ging in die Garage. „Du wirst dir jetzt schön diese Sachen anziehen und ich fotografiere dich dabei.“ „Nein, das möchte ich nicht!“ antwortete Katrin sehr entschieden. „Aber das macht es doch so reizvoll. Wie gefällt dir diese kleine Argumentationshilfe?“ fragte Claudia und zeigte Katrin ihr Elektroschockgerät. Die zeigte sich gar nicht beeindruckt und lachte: „Ich glaube, die Batterien sind leer!“ Respektlos fasste sie demonstrativ mit dem Zeigefinger auf die Metallspitze. Claudia dachte nur kurz nach, ob sie sich provozieren lassen sollte, dann drückte sie auf den Knopf. Katrin ließ laut jaulend los. „Selbstverständlich habe ich die Batterien erneuert.“, erklärte Claudia und lachte innerlich über Katrins willkommenen Versuch, sich zu widersetzen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Katrin wich einen kurzen Augenblick zurück, dann griff sie Claudia laut fauchend an. Sie versuchte, Claudias Hals zu umklammern und ihr die Maske vom Gesicht zu ziehen. Nur der dicke Schutzanzug schützte Claudias Kehle, behinderte sie aber auch bei der Gegenwehr. Claudia setzte das Schockgerät mehrmals an Katrins Armen und dann sogar an ihrem Hals ein, um sie wieder zur Ruhe zu bekommen. Erst nach einer ängstlichen Minute fiel ihr die einfachste Lösung des Problems ein. Sie trat zwei Schritte zurück und kam damit aus der Reichweite der noch immer angekettet herumwütenden Katrin. Die senkte sofort artig den Kopf und fragte unschuldig, ob sie sich jetzt präsentieren dürfte. Claudia fragte streng, warum Katrin denn angegriffen hätte. „Weil du mir die Chance gegeben hast.“ war die kurze trotzige Antwort. Claudia fiel spontan keine Strafe ein, außerdem fühlte sie, dass die Grenzen eines Spieles lange überschritten waren und wusste nicht, wie sie aus der Situation wieder herauskommen sollte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Katrin nahm sich das kleinste Paket und wartete, bis Claudia den Fotoapparat bereit hatte. Dann riss sie es auf und zog sich geschickt den Body aus PVC unter ihrem Fahrradschloss über den Körper. Es sah aus, als stecke ihr Körper in einer dünnen, raschelnden Plastiktüte. Dann schob sie sich mühsam in die Hose und zog den Zellophanpullover an. Jede Einzelheit ihrer Figur war gut zu erkennen, obwohl nur noch Hände und Kopf unbedeckt waren und das Fahrradschloss saß wie ein Gürtel über allen Schichten. Man sah, wie Katrin schwitzte, denn die innerste Folie beschlug leicht. Claudia holte ein Paar Ethiparat-Einmalhandschuhe aus PVC und vervollständigte damit das Outfit. Dann durfte Katrin noch einmal die gleichen Kleidungsstücke aus fünf verschweißten Lagen Folie anziehen. Insgesamt hatte sie zwar noch keinen Millimeter Folie auf dem Körper, aber durch die vielen Luftschichten dazwischen sah sie aufgeplustert aus und auch die gute Isolation der Folien war an ihrem Schwitzen sichtbar. Noch war ihr nackter Körper gut hinter einer silbrig reflektierenden Oberfläche sichtbar. Und Claudia fotografierte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Richtig warm wurde Katrin augenscheinlich, als sie sich in die nächste Schicht mit dem Müllsack dazwischen hineinzwängen durfte. Der Sack war unter den sieben Zellophanschichten nicht mehr schwarz, sondern silbern und erschien auf den ersten Blick undurchsichtig. Im Gegenlicht sah man jede Einzelheit von Katrin einschließlich der Umrisse ihrer Schamlippenpiercings deutlich. Claudia holte jetzt eine kleine durchsichtige Sauerstoffmaske, die sie mit einem Gummi auf Katrins Kopf befestigte. Den Schlauch zog sie einfach durch ein neues Loch im Nacken des Oberteiles. Dieses Mal passte Sie auf, dass sie Katrin nicht zu nahe kam. Katrin musste sich den großen schwarzsilbernen Sack mit Ärmeln über den Kopf zu ziehen. Da das dicke Plastikpaket am Körper schon sehr störte, dauerte es eine Weile, bis Katrin den hellen Gesichtsausschnitt vor ihrem Gesicht platziert hatte. Claudia merkte ihr ihren zunehmend hektischen Bewegungen an, dass sie sich unangenehm beengt fühlte. Erst jetzt schloss sie den dünnen Schlauch an eine Sauerstoffflasche. Plötzlich fiel ihr ein, dass sie das Elektroschockgerät jetzt vergessen konnte, Katrin war viel zu gut isoliert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia fotografierte die in viele Schichten gehüllte Katrin von allen Seiten. Die Schichten glitten leicht übereinander und raschelten bei jeder Bewegung. Eigentlich war Claudia neidisch, dass sie nicht in den Folien steckte. Als letztes musste sich Katrin in den dicken Anzug aus Baufolie zwängen. Jetzt verschwanden auch ihre Hände, die als letztes Körperteil nur einmal eingepackt waren, unter den dicken unelastischen Baufolien. Ihre Körperumrisse waren aber im Gegenlicht noch immer gut zu erkennen. Claudia gefiel der Anblick. Sie genoss, wie Katrin schwitzte und hatte schon genaue Ideen, wie sie Platzangst und Wärme noch steigern könnte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Katrin war in vielen Schichten Folie, die bei allen Bewegungen hinderten und dicke Wülste unter den Gelenken bildete, schon gut in ihren Bewegungen eingeschränkt. Da sie sich im Schutzanzug auch behindert fand, riskierte Claudia keinen neuen Angriff. Sie fesselte Katrin erst an beiden Füßen und band ihr die Hände vorm Bauch zusammen. Dann löste sie das Fahrradschloss um Katrins Bauch, zog den dünnen Luftschlauch durch ein kleines Loch in den Folien und verschweißte dann den Einstieg. Katrin stand ganz still und steckte nun in dicken Folien wie ein holländischer Eisbergsalat. Claudia nahm einen Müllsack, zog ihn als zusätzliche Schicht über Katrins Kopf und nahm ihr damit wieder die Sicht. Katrin versuchte zu toben, hatte aber nur wenige Bewegungsmöglichkeiten. „Sei still!“ schimpfte Claudia laut und boxte ihr zur Aufmerksamkeitssteigerung auf den Oberarm. Dann löste sie die Fesseln und sagte: „Komm mit!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia hatte mühsam herausgefunden, dass auch der Platz vor der Garage von keinem Ort außerhalb des Grundstückes einsehbar war. Daher hatte sie beschlossen, dass Katrin ein Sonnenbad bekommen sollte. Sie ließ sie vor sich hergehen und vertraute darauf, dass Katrin durch den Müllsack nur schemenhaft hell und dunkel unterscheiden konnte. Dann zwang sie Katrin zu Boden und fesselte sie mit weit gestreckten Armen und Beinen zwischen vier Bäumen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schon nach fünf Minuten wurde Katrin in der zunehmenden Hitze unruhig. Claudia dachte bei sich, dass Katrin es doch besser hätte als sie selbst, denn sie musste immer aufpassen, dass ihrer „Schutzbefohlenen“ nichts ernsthaftes passiert, während diese sich ausruhen und auf ihre nächsten Chance warten konnte. Sie hatte eigentlich erwartet, eine Weile Ruhe zu haben, schwitzte aber selbst zusehends in der von ihr unterschätzten Nachmittagssonne. Sven hatte sich verzogen und betrachtete das Geschehen kopfschüttelnd aus der Ferne.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Nun ist sie unkomfortabel und bizarr fixiert.“ Dachte sich Claudia. „Es wird Zeit für ein kleines Verhör, denn lange kann ich sie so nicht liegenlassen.“ Sie kniete sich vorsichtig auf Katrins Oberarme, senkte den Kopf neben ihr Ohr und fragte leise. „Na, Tussi, was hälst du von einem Dildo? Möchtest du jetzt vielleicht gebumst werden?“ „Nein!“, kam es leise und schwer verständlich genuschelt zurück, „Das möchte ich nicht!“ „Was möchtest du dann?“ „Ich möchte kämpfen!“ „Genau das kannst du jetzt aber nicht.“ „Doch, das kann ich immer. Und was mich nicht tot macht, macht mich hart!“ Claudia versuchte, Katrins Worte zu deuten. Wenn sie richtig verstanden hatte, kam Katrin bei der Entführung durchaus auf ihre Kosten. Claudia musste aber darauf gefasst sein, dass sie jede Möglichkeit zur Flucht nutzen würde. Auf jeden Fall würde sie die ganze Entführung noch heute Abend mit einer Freilassung beenden, es war einfach zu anstrengend. Und ihr Opfer einfach anzuketten und dann wegzugehen, das war ihr zu stillos.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Na, möchtest du eine kleine Abkühlung?“ fragte Claudia scheinheilig. Katrin wollte erwartungsgemäß. „Dann bekommst du sie. Aber trink vorsichtig, sonst ist deine Zunge kaputt! Mach den Mund ganz weit auf!“ Claudia hatte sich eine Spritze mit einer superscharfen lila Einwegkanüle geholt und mit 20 ml Orangensaft gefüllt. Sie stach genau in de Mitte von Katrins Mund einfach durch alle Folien und die Mundmaske ein, bis die Spitze in Höhe der Zähne steckte. Dann sah sie zu, wie die Zunge ganz vorsichtig das spitze Etwas in ihrem Mund betastete und drückte langsam den Saft in Katrins Mund. Den Vorgang wiederholte sie noch zwanzig Mal, bevor sie meinte, Katrin hätte vorerst genug bekommen. Die einundzwanzigste Spritze drückte sie im Strahl in den Mund der überraschten Katrin und zog dann schnell die Nadel heraus. Auch ohne zu zielen hatte sie genau die Mandel mit dem rauhen Saft getroffen. Ein langer Hustenanfall war die Folge. Erst nach fünf Minuten hatte sich Katrin beruhigt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„So, jetzt bekommst du die große Abkühlung!“ Claudia hatte die nächste Idee, wie sie Katrin einen unvergesslichen Tag bescheren konnte. Sie ließ sie einfach breitarmig gefesselt liegen und zerrte den aufblasbaren Swimmingpool unter sie. Dann stellte sie einen Rasensprenger auf, der Katrin etwas Kühlung verschaffte und blies in aller Ruhe den Pool auf. Katrin passte mit gestreckten Armen und Beinen geradeso in den Pool, die Seile drückten aber die Ränder nach unten. Claudia wollte Katrin tauchen lassen, hatte aber keine gute Idee, wie sie verhindern sollte, dass der Anzug mit den vielen Folien und vielen kleinen Lufteinschlüssen einfach schwimmt. Eine Beschwerung mit Sandsäcken war im Ernstfall zu langsam zu beseitigen. Es gab eine einfachere Lösung: Sie legte die nächste Folie über Katrin und den Pool und wartete, dass das zunehmende Gewicht des Wassers seine Wirkung zeigte. Schon bei fünf Zentimetern im Pool drückte das Wasser alle Luft aus den Folienschichten. Claudia zog ab und zu Falten straff und passte auf, dass der dünne Luftschlauch nicht abgeklemmt oder geknickt wurde. Bei 10 Zentimetern links und rechts neben Katrin sahen Gesicht und Rumpf noch aus dem Wasser, aber die Arme und Beine waren so gut beschwert, dass Claudia nach kurzer Probe die Fesseln beseitigen konnte. Claudia wartete ab, bis das Wasser gerade über Katrins Gesicht stand und schnitt dann ein kleines Loch genau vor Katrins Hals in die Folien. Die merkte nun, wie sich das kalte Naß in ihren Hüllen ausbreitete. Es war nicht sehr viel und die Ausatemluft hielt es sicher vom Gesicht weg, aber das Gefühl, gleich zu ertrinken, war ihr sicher. Nach einer kurzen Zeit sagte sie „Bitte hol mich hier raus!“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nun beendete Claudia den Tag. Sie ließ das Wasser ab, wickelte Katrin mit all ihren tropfenden Hüllen in ein paar Lagen Haushaltsfolie und ließ nur den linken Arm herausschauen. Den Arm befestigte sie extra. Dann kommandierte sie „Augen zu!“, schnitt den Kopf frei und band Katrin die Augen zu. So wälzte sie sie in den Kofferraum ihres Autos. Dann zog sie den Schutzanzug aus und duschte schnell. Sie zog wieder ihren schwarzen Catsuit, die Daunenjacke an und Handschuhe an und fuhr mit Katrin im Gepäck eine halbe Stunde fast ziellos durch die Gegend. Damit keine verwertbaren Erdspuren am Auto blieben, nahm sie mehrere Feldwege. Zum Schluss war sie gerade einen Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt und stellte das Auto auf einem kleinen Waldweg ab. Sie kontrollierte noch einmal, ob wirklich keine Haare von ihr am Sitz hängengeblieben waren. Dann öffnete sie die Heckklappe des Autos, löste Katrins linken Arm soweit, dass sie sich sicher selbst befreien konnte, raunte noch einmal leise „Tschüs!“ und verschwand im Wald. Von dort sah sie zu, bis sie Katrin in viele Folien gehüllt hinter dem Auto stehen sah. Ohne von jemand gesehen zu werden und mit einigen Metern Bachlauf kam sie zu ihrem Häuschen zurück und räumte dort gründlich auf. Alle Folien, der Gasschutzanzug und ihre Schuhe wurden entsorgt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mit Sven redete sie seltsamerweise kein Wort mehr über die Entführungsaktion. Die nächsten Tage verbrachte Claudia mit schlechtem Gewissen in Sorge. Was hatte Katrin unternommen? Polizei tauchte nicht in der Klinik auf. Sven erzählte, dass Katrin ihre Wochenendarbeit irgendwie fertig bekommen hatte und am Montag ganz normal war. Am Donnerstag hatte Claudia ihre erste Begegnung mit Katrin, als sie die Materialbestellungen in der Verwaltung abgeben musste. Claudia hatte einen riesigen Kloß im Hals und war bestimmt sehr einsilbig. Katrin war fröhlich und kein bisschen bedrückt, sie trug bei der Hitze einen weisen Rollkragenpullover und schwitzte. Zum Schluss des Gespräches fragte sie: „Kommst du nächste Woche mit zum Karate für alleinstehende Frauen?“ „Wieso sollte ich?“ fragte Claudia erschreckt. „Ich hatte am Wochenende einen kleinen Kampf mit einer Frau im Schutzanzug. Wenn mir das noch mal passiert, möchte ich voll zuschlagen dürfen und nicht auf einen unterklassigen Gegner treffen. Wusstest du eigentlich, dass Elektroschocker nur gegen unentschlossene Leute helfen?“ Claudia war auf einmal hundsübel. „Nein. Und wie kommst du darauf, dass ich das war?“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Katrin hatte wieder dieses ruhige überlegene Lächeln, dass Claudia jederzeit zu neuen Schandtaten treiben konnte. „Also: Gesehen habe ich nichts. Außer Kuschelrock gab es auch keine verwertbaren Geräusche. Mein Auto war am Montag bei einem Freund zur Untersuchung. Ich musste ihm nicht sagen, warum. Er bestätigte erwartungsgemäß, dass es in meinem Auto keine Spuren gab. In der Klinik vermute ich auch nichts, so dass es keinen Beweis gibt.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Claudia atmete etwas auf. Aber wo war der Fehler? Womit hatte sie sich verraten? „Wer auch immer mit mir das Wochenende verbracht hat, hatte jede Menge medizinische Ausrüstung und kannte unsere Verwaltung gut. Ich musste also in der Klinik nach einer Frau suchen, die Computerkenntnisse, ein explosives Temperament und das Unrechtsbewußtsein einer streunenden Katze hat. Von den Ärztinnen kam niemand in Frage, also suchte ich eine Schwester. Über deine Moral wusste ich bisher nichts, bei den ersten zwei Punkten hätten wahrscheinlich viele Leute spontan an dich gedacht. Und: alle Leute fragen mich, wieso ich einen Rollkragenpullover trage. Da du das nicht tust, nehme ich ab, du weißt von meinen Knutschflecken am Hals und woanders.“ Claudia versuchte sich zu verteidigen: „Das ist doch kein Beweis!“ „Aber niemand weiß, dass hier ein beweiswürdiges Verbrechen stattgefunden hat außer dir. Täterwissen nennt man das. Aber lass gut sein, das Wochenende war scharf. Und wenn du dich beim Karate nicht mit aller Kraft und Wut wehrst, die du hast, dann schlage ich dich dort kurz und klein!“</p>
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